Startschuss des Projektes Remote des DARC
Anlässlich der Ham-Radio 2025, am 27.06.2025, Erfolgte der feierliche Startschuss durch den symbolischen Knopfdruck. Nun können alle DARC-Mitglieder, den Zugang über das Login, auf der DARC Hauptseite nutzen. Voraussetzung ist der Besitz der Klasse A.
Bei der feierlichen Inbetriebnahme war, neben dem DARC-Verantwortlichen und Vertretern der anderen Remotestationen, u.a. auch der OVV des Ortsverbandes Großenhain, Marcel Reichel, 4.v.r. * mit dabei.
Remote-Station 09 – DK0G – der Ortsverbände Großenhain (S18) und Riesa (S02)
Eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen den Ortsverbänden Großenhain und Riesa
Zwischen den DARC Ortsverbänden Großenhain (S18) und Riesa (S02) besteht eine enge, vertrauensvolle und langjährige Zusammenarbeit, die sich bisher in der gemeinsamen Nutzung des für Clubheim und Clubstation genutzten Objektes, gemeinsamen Contestteilnahmen, gemeinsamen Ausbildungen und vielem mehr darstellt.
Diese Zusammenarbeit wurde durch die gemeinsamen Aufbauarbeiten der neuen Remotestation noch einmal wirksam verbessert.
Die Remotestation 09 des DARC
Für die Remotestation 09 des DARC, steht das Gelände der Flugplatzausstellung Großenhain im. Bunker GRANIT, ebenfalls zur Verfügung. Hier befindet sich bereits das Clubheim und die Clubstation des Ortsvereins Großenhain.
Bei dem Gelände handelt es sich um ein verbunkertes Lager der ehemaligen Sowjetarmee, (Bauweise: Bunkerkomplex GRANIT) d. h. es ist für alle Arten von Antennen die Möglichkeit für den Bau und der notwendige Platz hierzu vorhanden. Die erforderliche Infrastruktur wie Strom, Highspeed-Internet, DSL, Telefon, Wasser, Abwasser und alles weitere ist vorhanden.
Die Remotestation befindet sich in einem verschließbaren 19“-Rack in einem gesondert verschließbaren Teil der Bunkeranlage GRANIT. Amateurfunkrechtlich ist die Remotestation als zusätzliche Clubstation des Ortsvereins Großenhain angemeldet. Das Rufzeichen oder auch Call genannt lautet: DK0G.
Durch die sehr gute funktaktische und -technische Lage in einem zwar flachen, aber hindernisfreien Gebiet können sehr gute Reichweiten erzielt werden. Den Funkbetrieb störende Betriebe und Anlagen sind nicht vorhanden. Aufgrund der relativen Alleinlage sind Störungen von Nachbarn auch nicht zu erwarten.
Durch das sehr große Grundstück kann die Remotestation auch räumlich von der vorhandenen Clubstation entkoppelt werden, so das ein paralleler Funkbetrieb jederzeit möglich ist.
In weitem Umfeld sind auch keine anderen Relaisstandorte des Amateurfunks vorhanden, so das die Einrichtung der Remotestation auch für die Mitglieder umliegender DARC-Standorte einen großen Mehrwert darstellt.
Nachwuchsförderung
In einer Arbeitsgruppe einer Schule in Riesa, in der Schüler an den Amateurfunk herangeführt werden, wird aufgrund der beschränkten Zugangs- und Antennensituation durch die Remotestation eine wesentliche Ausbildungsverbesserung erzielt werden.
Unterstützung des DARC
Ohne die Gerätebereitstellung und Unterstützung des DARC wäre es nicht möglich gewesen, die Remotestation 09, aus eigenen Mitteln zu errichten. Hierfür bedanken wir uns ausdrücklich beim DARC.
Danke an alle Unterstützer
Besonders bedanken möchten wir uns hiermit neben der Materiellen Unterstützung durch den DARC, auch bei allen aktiven OM’s, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.
Viel Spaß und vy 73 de OV S18/S02
Hier noch die aktuelle Pressemitteilung des DARC vom 28.06.2025:
28. Juni 2025
48. HAM Radio in Friedrichshafen
DARC nimmt Netz von Remote-Stationen in Betrieb
Mit einer Bühnenshow auf der Amateurfunkmesse HAM RADIO in Friedrichshafen hat der DARC e. V. den offiziellen Startschuss für das Projekt Remotebetrieb gegeben. Vor hunderten Zuschauern präsentierte DARC-Vorstandmitglied Ernst Steinhauser das von ihm verantwortete Projekt und drückte mit zahlreichen an der Entstehung Beteiligten den roten Startknopf für die Betriebsphase.
„Es war ein hartes Stück Arbeit für all die vielen Helfer, aber es hat sich gelohnt. Ich freue mich sehr, dass wir das Remote-Netz auf der HAM RADIO mit Vertretern aller Stationen in Betrieb nehmen können“, so Ernst Steinhauser.
Remotebetrieb bezeichnet den unbesetzten, fernbedienten Betrieb einer ortsfesten Amateurfunkstelle – also die Fernsteuerung einer Funkanlage. So können beispielsweise Funkamateure am Funkbetrieb teilnehmen, ohne selbst die entsprechende Technik besitzen zu müssen. Interessant ist dies beispielsweise in einem sensiblen Umfeld wie großen Wohnanlagen.
Das auf eine Initiative des DARC-Vorstands zurückgehende und aus freiwilligen Zusatzbeiträgen von Mitgliedern – der sogenannten Mitgliedschaft Pro – finanzierte Projekt besteht derzeit aus 15 bundesweit verteilten Stationen Deren Betreiber hatten sich Ende 2023 in einem vereinsinternen Wettbewerb um Fördermittel zum Aufbau der Stationen und um logistische und technische Unterstützung beworben. Beeindruckend ist die Vielfalt der Anlagen und ihrer Standorte: Sie reicht von der Bergstation in knapp 1.000 Metern Höhe über die Dachantenne bis hin zu Aussichtstürmen.
Betrieben wird das Netzwerk über das Internet. Wie gut dies funktioniert, bewies Projektmitarbeiter Roland Wolf in einer Livepräsentation auf offener Bühne. Dabei überzeugt die von ihm programmierte Software durch ihre intuitive Bedienbarkeit. Dem erfolgreichen Start gingen durchaus Schwierigkeiten voraus, berichtete Ernst Steinhauser: „Auf Teile der Hardware mussten wir neun Monate lang warten.“
Möglich geworden war das außergewöhnliche Projekt durch eine Änderung der Amateurfunkverordnung, die eine Entkopplung des Funkbetriebs vom Wohnort des Stationsbetreibers bis dahin nicht vorsah. Von ihm profitieren können alle DARC-Mitglieder, unabhängig von ihrem Wohnort. Dass der Remotebetrieb auf großen Zuspruch stößt, zeigen die Nutzerzahlen in den ersten 18 Stunden seit Inbetriebnahme: Hunderte Funkamateure kamen auf insgesamt rund 100 Betriebsstunden – um möglichst vielen Interessenten den Zugang zu ermöglichen, ist die Nutzungszeit zunächst auf 30 Minuten begrenzt.
Mit der Inbetriebnahme der 15 Stationen konnte die entscheidende Phase erfolgreich abgeschlossen werden. „Das ist aber beileibe nicht das Ende der Entwicklung“, betonte Ernst Steinhauser. So erhalten die Stationen eine Photovoltaikanlage, um die Energiekosten im Zaum zu halten bzw. autarker zu werden. Zudem soll die Zahl der Stationen noch gesteigert werden, um möglichst vielen Mitgliedern einen flächendeckenden Zugriff auf das System zu ermöglichen.
Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im DARC e. V.:
Stephanie C. Heine und Heiko Schimmelpfeng, Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Tel.: 0561 94988-0, E-Mail bitte an pressestelle@darc.de
*(Foto mit freundlicher Genehmigung: Heiko Schimmelpfennig, DARC Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Videos zum Thema Remote:
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